Mittwoch, 21. September 2011

19. September 2011 Wasserfalltag in der Columbia River Gorge

Wir lugen aus dem Fenster heut morgen – alles nass und bewölkt… naja, es ist erst 6:30 Uhr – wir machen Frühstück, bis die anderen beiden bei uns eintrudeln, erscheinen die ersten kleinen blauen Löcher im grauen Wolkenmeer…. Es wird doch wohl nicht aufmachen heute??
Bevor wir losfahren, schickt mich Michael noch um die Ecke, ich soll man die Straße entlang gucken…. Uaaaahhh nein – da sitzt ein 9 Wochen alter weisser Labrador auf der Straße… da kann ich selbstverständlich nicht widerstehen…. Knuddelknuddel und verlieb – habenwill!!!! Mannomann was für ein blondes Wuffi-Knäuel!!!

Auf geht’s in die Columbia River Gorge, erst zum Vista House, einem superschönen Aussichtspunkt, mit Blick entlang des Columbia Rivers. Wir tingeln von einem Wasserfall zum anderen. Sensationell die Multnomah Falls, die in zwei Stufen herabfallen. Der obere Wasserfall hat knapp 200 Meter und landet in einem grossen Pool, der dann in den unteren Wasserfall von gut 20 Metern übergeht. Über dem unteren spannt sich eine Bogenbrücke – tolles Bild! Eines Tages hat sich auf der Plattform vor dem unteren Wasserfall eine Hochzeitsgesellschaft getümmelt, als sich von oben ein 40 Tonnen schwerer Felsblock löst und in den Pool stürzt – die Wasserfontäne war wohl an die 30 Meter hoch und ergoss sich über die Hochzeitsgesellschaft…. Puuah, genial, die Hochzeit werden sie nie vergessen!!
Wir wandern noch bis hoch zum oberen Wasserfall, man sieht nur leider nicht wirklich runter, aber ist ein schöner Spaziergang.

Weiter geht’s zum Horsetailfall, wo wir eine größere Runde wandern, über den Ponytailfall weiter zu den Triplefalls. Wir sind gut 2 Stunden unterwegs durch einen kalten Regenwald – mich hätte es nicht gewundert, wenn irgendwelche 26 cm grossen Trolle aus ihren Höhlen gekrochen wären…. Wie im Märchen!! Die Bäume moosbehangen, nein, nicht nur bewachsen, es hing in langen Zotteln an den Ästen runter. Die Stämme komplett von Moos überwuchert. Farne in rauhen Mengen, es tropft aus allen Felslöchern….
Wir erreichen die Triplefalls – tatsächlich drei Wasserfälle nebeneinander. Dann reicht es irgendwie auch und wir treten den Rückweg an.

Wir schmeissen uns auf die Interstate – die uns eh schon den ganzen Tag begleitet hat, führt sie ausgerechnet genau neben dem Columbia River entlang – wir hören den ganzen Tag das Rauschen…. Was aber nicht weiter schlimm war. Wir fahren runter zum Campground mitten im Wald, zwar direkt an der Interstate, aber egal, hört sich irgendwie an wie Meeresrauschen… Einbildung ist die halbe Miete! Ja, da stehen wir nun an unserem Campground, ich sag noch, lass uns einen Platz in der Nähe des Flusses nehmen, da hört man die Interstate nicht so extrem. Wir holen uns ein Feierabend-Bud aus dem Kühli, sitzen mit Bauml und Andrea vor dem WoMo – und dann??? Wir trauen unseren Augen/Ohren kaum, rast die Amtrak Eisenbahn quasi durch unsere Wohnmobile!! Und zwar mit lautem Gehupe, weil weiter vorn ein Bahnübergang ist. Die Gleise sind vielleicht 10 Meter von uns entfernt…. Wir schauen uns an und beschliessen, unseren üppigen Budweiservorrat exakt heute niederzumachen – in Anbetracht der Möglichkeit, dass der Bahnverkehr nachts durchgehen könnte…. Mal sehen, ob wir heut Nacht nicht noch einen ordentlichen RV-Park aufsuchen…






Feierabendbier - da wussten wir noch nichts von der Nacht, die uns bervorsteht ;O))

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